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Mineralische Dämmstoffe im Vergleich

Steinwolle oder Glaswolle?

Steinwolle und Glaswolle sind mineralische Dämmstoffe. Trotz vieler Gemeinsamkeiten unterscheiden sich die Dämmmaterialien voneinander. Unterscheidungs-Merkmale sind u. a. der Preis und die Einsatzbereiche.

Inhaltsverzeichnis Steinwolle oder Glaswolle

Mineralfaserdämmstoffe im Vergleich

Sowohl Steinwolle als auch Glaswolle sind mineralisch-synthetische Dämmstoffe. Sie werden unter der Bezeichnung Mineralwolle zusammengefasst. Der Marktanteil der Mineralfaserdämmstoffe liegt bei etwa 60 Prozent. Damit sind sie die am häufigsten im Dämmeinsatz befindlichen Dämmstoffe.

Die Mineralwolle zeichnet sich durch eine hervorragende Wärmedämmung, eine gute Schalldämmung und einen günstigen Preis aus. Darüber hinaus gilt die mineralische Dämmung als schimmelresistent und weist gute Brandschutzeigenschaften vor. Weitere Pluspunkte sammelt die Mineralwolle dank ihrer UV-Beständigkeit und ihren vielfältigen Einsatzbereichen.

Neben den vielen Vorteilen sind auch einige Nachteile der Mineralwolle zu nennen: So leistet sie im Gegensatz zu einem Naturdämmstoff wie Jute einen geringeren sommerlichen Hitzeschutz. Das bedeutet, dass die Dämmstoffe die warme Luft an heißen Sommertagen schneller in die Innenräume lassen.

Weiterhin unterstützt die Mineralwolle die Feuchtregulierung nicht in dem Maß wie es bei ökologischen Dämmstoffen der Fall ist. Dämmstoffe mit guter Feuchteregulierungsfähigkeit können die Feuchtigkeit, welche unter anderem durch Kochen und Duschen entsteht, aufnehmen und wieder abgeben, ohne an der Dämmleistung einzubüßen. Dies sorgt für ein gesundes Raumklima. Wird die Mineralwolle am Dach an einer Holzbalkendecke verbaut, ist eine Dampfsperre oder Dampfbremse unerlässlich. Sie verhindert, dass der Wasserdampf in die Dämmung gelangt und diese beschädigt.

Darüber hinaus ist das Entsorgen von Glas- und Steinwolle aufwendiger und kostenintensiver als bei natürlichen Dämmstoffen. Glaswolle, die vor 1996 eingebaut wurde, ist als krebserregend einzustufen. Der Ausbau muss daher vom Profi erfolgen. Seit 1998 ist in Deutschland nur noch Mineralwolle zugelassen, die nicht als krebsverdächtig gilt.



Verwendete Rohstoffe

Bei der Herstellung von Steinwolle werden verschiedene Steinarten wie Dolomit, Kalkstein, Feldspat und Diabas zum Schmelzen gebracht. Des Weiteren wird Sand und bis zu 25 bis 30 Prozent Altglas eingesetzt. Die Beigabe von Glas bei der Steinwolle-Herstellung ist nicht verwunderlich, da für die eigentliche Glasherstellung auch Gesteine als Rohstoff verwendet werden. Bei der Produktion von Glaswolle ist Altglas mit einem Anteil von 70 bis 80 Prozent der Grundrohstoff. Dazu kommen noch Sand, Soda und Kalkstein.

SteinwolleSteinwolle
...ist für gewöhnlich gelbgrün bis graugrün.

GlaswolleGlaswolle
...zeigt eine gelbe, weiße oder braune Farbgebung auf.

Bauphysikalische Eigenschaften

In Punkto Bauphysik ist die Wärmeleitfähigkeit bzw. Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) von großer Bedeutung. Die Wärmeleitfähigkeit ist eine Maßeinheit dafür, wie gut ein Material dämmt und das unabhängig von der Dämmstoffstärke. Je niedriger der Wert ist, desto besser dämmt das Dämmmaterial. Glaswolle gibt es bereits mit einer Wärmeleitfähigkeitsstufe von bis zu 032, Steinwolle dagegen nur bis zu 035. Da der Unterschied nicht sehr groß ist, haben die beiden Mineraldämmstoffe im Grunde genommen eine gleich gute Dämmwirkung.

In Bezug auf den Hitzeschutz zieht allerdings die Steinwolle an der Glaswolle vorbei. Gleiches gilt bei den Schalldämmeigenschaften. Steinwolle verfügt über einen besseren Schallschutz und wird daher auch häufig zum Abschotten von Räumen verwendet. Weiterhin ist die Steinwolle um einiges schwerer als Glaswolle und dadurch auch druckfester. Aufgrund des höheren Gewichts ist sie allerdings unflexibler und schwieriger zu komprimieren. Zwar gilt die Mineralwolle insgesamt als ein nichtbrennbarer Baustoff, doch ist die Steinwolle noch hitzebeständiger.


Steinwolle Glaswolle
Rohdichte in kg/m³ 30 - 220 15 - 150
Lieferformen Dämmplatte, Einblasdämmung, Matte Dämmplatte, Matte
Baustoffklasse / Brandschutz A1, A2, B1 A1, A2
Wärmeleitfähigkeit in W/(m*K) 0,035 - 0,050 0,032 - 0,040
Dampfdiffusionswiderstand 1 - 2 1 - 2
Temperaturbeständigkeit ohne Bindemittel in Grad Celsius 600 - 750 500

Anwendungsbereiche

ZwischensparrendämmungSteinwolle wird im Bereich der Dachdämmung in Form von Dämmplatten häufig als Aufsparrendämmung und Dachbodendämmung eingesetzt. Sofern es sich nicht um ein steiles Dach handelt, ist die Steinwolle als Zwischensparrendämmung verwendbar. Weiterhin ist eine Kellerdeckendämmung mit Steinwolle sowie eine Fassaden- und Wanddämmung möglich. Auch beim Dämmen von Fußböden bewährt sich die Steinwolle. Dank ihrer Hitzebeständigkeit findet sie in Gebäuden Anwendung, die gegenüber Feuer nicht sehr widerstandsfähig sind. Dazu zählen beispielweise Holztragwerke.

Da die Fasern der Glaswolle sehr leicht sind, eignet sie sich im Steildachbereich sehr gut. Der Dämmstoff lässt sich als Glaswolle Klemmfilz flexibel zwischen die Sparren klemmen. Um den Klemmfilz zu ergänzen, ist eine Glaswolle Untersparrendämmung sinnvoll. Auch die Verwendung als Dachbodendämmung, Innenwanddämmung, Fassadendämmung und Trockenestriche ist üblich.



Steinwolle Glaswolle
Häufige
Anwendungsbereiche
  • Dach
  • Wand
  • Wand
  • Fußboden
  • Fassade
  • Keller
  • Steildach
  • Wand
  • Fassade

Kosten

Insgesamt bewegt sich die Dämmung aus Mineralfasern in einem niedrigen Preissegment. Die Glaswolle ist allerdings etwas günstiger als die Steinwolle. Die Materialkosten bei einem gleichen Wärmestandart (U-Wert) von 0,20 W/(m²·K) (Watt pro Quadratmeter und Grad Kelvin) betragen bei der Steinwolle WLS 035 zwischen 7 und 14 Euro pro Quadratmeter und bei der Glaswolle WLS 035 zwischen 5 und 9 Euro pro Quadratmeter.

Fazit

Die Frage, ob Steinwolle oder Glaswolle der bessere Dämmstoff ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Baustoffe bieten einen sehr guten Wärmeschutz. Vielmehr kommt es darauf an, wo man die Dämmstoffe aus Mineralfasern einsetzen möchte und welche Eigenschaften eine Rolle spielen. Auch der Preis ist ein wichtiger Entscheidungsfaktor. Wer sich nicht sicher ist, sollte stets einen Fachberater um Rat fragen.

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